See- und Handelsexpeditionskorps (Übersicht)

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Wappen des Korps
Siegel des Korps

Das See- und Handelsexpeditionskorps, kurz S.H.E.K., ist bildet zusammen mit der herzoglichen Feldarmee das Militärwesen von Drachengard. Es ist die (Handels)-Marine des Reiches, die Oberste See- und Handelskammer als Führungsgremium befindet sich in Neu-Kant. Es ist ein Konsortium aus Militär, Kontoren und Herzoghof. Das offizielle Lied des Korps ist Hoffnung im Blick.


...Wir werden bald zuhause sein...


Inhaltsverzeichnis

Gründung

Im Jahre 323 nach Reichsgründung, tobte immer noch ein erbarmungsloser Stellungskrieg zwischen Drachengard und Otzlanden, im Norden, der heutigen Gemersmark. Da es hier augenscheinlich kein Vorwärtskommen gab, wurden andere Pläne ersonnen, aber viele wieder verworfen. Ein Jahr zuvor allerdings war die Insel Lambertis, in der Bucht von Antares, von Freibeutern unter Capitan Verani besetzt und die bisherigen otzländischen Krieger vertrieben worden. Damit gab es nun endlich wieder eine Ausgangsbasis für maritime Unternehmungen, denn Verani hatte sich mehr oder weniger dem Herzog unterstellt (gegen diverse Zahlungen, Rechtezugeständnisse, usw.). Ab dem Jahr 322 wurden nun Vorbereitungen getroffen, ein vom Herzog und diversen zahlungenskräftigen Handelskontoren (die erst Recht an einem Sieg interessiert waren) ausgerüstetes Entsatzheer zu schaffen. Dieses Heer landete Anfang 323 mit der eigens geschaffenen Flotte (von denen viele Kapitäne einen zweifelhaften Ruf als Freibeuter hatten) an der Küste der Südlichen Otzlande. Von hier aus wurden die Küstendörfer der Krolaksha geplündert und mit Stoßtrupps tief ins Landesinnere vorgedrungen. Zeitgleich starte Herzog Karl eine Offensive. Das Zusammenspiel funktionierte, die Kräfte der Otzlande wurden gespalten und letztlich überrannt. Der einzige Verlust war die Stadt Fuhrn und deren Gebiete an einen abtrünnigen otzländischen Kriegsherren, hier gab es keine Kräfte mehr um dessen Offensive aufzuhalten. Herzog Karl war von dem Zusammenspiel mit den Handelskontoren so überzeugt, dass er die Truppen nicht auflöste sondern reorganisieren lies. Daraus wurde das heutige See- und Handelsexpeditionskorps.


Organisation & Aufbau

Die Leitung des S.H.E.K. obliegt der Obersten See- und Handelskammer, die ihren Sitz in der Reichs- und Hafenstadt Neu-Kant hat. Diese besteht aus Vertretern des Großherzogs, der Flotte sowie den Vertretern der beteiligten Kontore, Patrizier und Adeligen. Militärisch stehen die drei Großadmiräle an der Spitze. Letztlich ist es ein offenes Geheimnis, dass die Oberste See- und Handelskammer faktisch von einem kleinen Zirkel an Leuten geleitet wird. Die beteiligten Parteien stehen durchaus auch in Konkurrenz zueinander.

In Neu-Kant liegt auch die Garnison sowie die Reede, im befestigen Hafenbereich. Handelskammern sind die die Niederlassungen des Korps außerhalb des Reiches.


Handelscommenda, Aufgaben & Einsätze

Das Korps finanziert sich durch verschiedenen Investoren und übernimmt vor allem den Seehandel (Commenda). Es sorgt für den Vertrieb über die Handelskammern in verschiedenen Ländern. Handelsbeauftragte sind überall unterwegs um neue Handelswege und -verträge zu erschließen. Die weiteren Aufgaben sind so mannigfaltig wie die Interessen ihrer Finanziers.

Eigentlich als reine Marine angedacht, haben sie die Einsätze in jüngster Zeit etwas verändert. Ist die Feldarmee statisch, so ist das Korps außerhalb der einzigen, großen Garnison in Neu-Kant ständig unterwegs um die Küste und die Seewege zu schützen, Piraterie zu bekämpfen, neue Handelswege zu erschließen, Diplomatie zu betreiben und für spezielle Einsätze im Feld sowie die Bewachung der Handelskammern in den ausländischen Niederlassungen zuständig. Teile des S.H.E.K. sind speziell für den Kampf in Sümpfen und Marschen ausgebildet. Neuerdings gehören auch Einsätze zur Wahrung der inneren Sicherheit zu den Aufgaben. So wurde mit Hilfe des 1. Leichten Armbrustschützen-Fähnlein des 1. Flottenregiments die Bauernaufstände in Hellersbrunn bzw. in der Germersmark 326 und 327 niedergeschlagen.


Rekrutierung

Rekrutiert werden die Korpssoldaten meist aus Menschen die ihrer Vergangenheit zu entfliehen versuchen, auch außerhalb Drachengards. Fragen werden selten gestellt. Dafür verpflichtet man sich für fünf Jahre und hat bedingungslose Loyalität zu leisten um die Interessen der Obersten See- und Handelskammer zu schützen und zu vertreten. Die Hierarchien innerhalb der Einheiten sind entsprechend flach, der Zusammenhalt groß und der Umgang zwischen den Rängen sehr gediegen, was öfters zur Verwunderung für Außenstehende führt. Man sollte aber nicht in Versuchung geraten dies als fehlende Struktur oder Disziplin wahrzunehmen.


Militärische Struktur

See- und Handelsexpeditionskorps (ca. 2500 Mann)

  • Großadmiral
    • Generalleutnant


Flottenregiment (ca. 1000 Mann)

  • Flottenadmiral (1 pro Regiment)


Fähnlein (8-15 Mann)

  • Hauptmann (1 pro Fähnlein)
    • Leutnant (1-2 pro Fähnlein)
      • Schütze
        • Fähnrich


Kritik

Das Korps ist eine Mischform, da es sowohl vom Großherzogtum als auch von verschiedenen Adels- und Patrizierfamilien finanziert wird und wurde erst vor wenigen Jahren ins Leben gerufen. Gerade dies sorgt für ein (natürlich völlig unangebrachtes) Misstrauen gegen das Korps und zur Frage, wem nun eigentlich die bedingungslose Loyalität gilt. Das könnte auch daran liegen, dass sie zum Wohle Drachengards auch nicht vor der Zusammenarbeit mit zwielichtigen Gestalten zurückschrecken. Und man kann nicht leugnen, dass die Oberste See- und Handelskammer stets auf ihren Vorteil bedacht ist und teilweise sehr eigenmächtig handelt. Letztlich aber gehört ihre Treue dem Großherzog und Drachengard allein und jeder tut gut daran, nicht an dieser Tatsache zu zweifeln.