Schwarzenfelser Gesetzgebung

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Durch Baron Rhuarc von Schwarzenfels erlassen, gilt folgende Gesetzgebung innerhalb der Baronie Schwarzenfels.

Inhaltsverzeichnis

Oberster Grundsatz

§ OG.1 Ein jedes Wesen darf frei in der Baronie Schwarzenfels wandeln, sofern es sich an Recht, Gesetz und Ordnung von Schwarzenfels hält.

Struktur des Volkes von Schwarzenfels

§ V.1 Den Adeligen/Vasallen unterstehen die Einwohner ihrer Lehen.

§ V.2 Das Bürgerrecht wird vom Lehnsherrn verliehen und die Höhe des Kaufpreises bestimmt der Lehnsherr.

§ V.3 Zunfthandwerker sind der Gerichtsbarkeit ihrer Zünfte unterstellt. Die Zunftmeister sind halbjährlich dem Stadtverwalter von Schwarzenfels Rechenschaft über Abgaben und Einkünfte sowie Straftaten Ihrer Handwerker schuldig. Handwerker außerhalb von Städten und Zünften sind Bauern gleichgestellt.

§ V.4 Bauern sind hörige ihrer Landgeber. Sie haben zu Lebzeiten Besitz zur Verwaltung erhalten. Nach ihrem Tod entscheidet der Landgeber neu über die Vergabe, wobei die Familie des verstorbenen Bauern gehört werden muss. Außer bei groben Verstößen verbleibt der Besitz innerhalb der Familie.

§ V.5 Tagelöhner sind steuerpflichtig und müssen sich bei Ankunft beim zuständigen Lehnsherren melden.

§ V.6 Kinder bis zum vollendeten 9. Lebensjahr besitzen keine Rechte. Ihre Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sind in vollem Umfang für ihre Taten verantwortlich und straffähig.

§ V.7 Kleriker stehen außerhalb der Schwarzenfelser Gerichtsbarkeit, siehe Kleriker Gesetze. Sie werden bei Verfehlung gegen eines der Gesetze festgesetzt und Ihren Orden übergeben. Sollte sich der Ordenshauptsitz außerhalb von Schwarzenfels befinden, so werden sie des Landes verwiesen.

Allgemeines Recht

§ A.1 In Schwarzenfels herrscht Religions- und Magiefreiheit.

§ A.2 Innerhalb von Schwarzenfels ist nach dem ersten Ritter die letzte Berufungsinstanz der Baron.

§ A.3 Selbstjustiz ist verboten und wird mit Kerker und anschließendem Rechtsspruch abgeurteilt.

§ A.4 Der Richtspruch des Barons bricht jedwedes Schwarzenfelser Recht.

§ A.5 Den Anweisungen von Garden, Stadtwachen und Adeligen ist Folge zu leisten.

§ A.6 Ein jeder Einwohner Schwarzenfels hat das Recht, Waffen zu tragen. Ausländer (ansässig außerhalb des Großherzogtums Drachengards) haben sich bei den Grenzern oder Lehensgeber zu melden, um sich eine Genehmigung zu erstehen, sofern sie wünschen Waffen zu tragen. Die Höhe der Gebühr für diese Genehmigung wird durch den entsprechenden Lehensnehmer festgelegt. 50% des Betrags gehen an die Baronie.

Prozessordnung

§ PO.1 Dem jeweils zuständigen Richter obliegt es angemessene Strafen zu verhängen. Geldbußen fallen zu einem Viertel an den Geschädigten, zu zwei Vierteln an den Lehensgeber des Richters und zu einem Viertel an die Baronie.

§ PO.2 Geringe Strafen können Wiedergutmachung durch Arbeit oder Naturalien und geringe Geldstrafen bis zu zwei Monatseinkommen des Täters sein. Die Schandgeige, Schandmaske, der Pranger sowie die Prügelstrafe bis zu 30 Schlägen mit dem Stock oder der Geißel, können als geringe Strafen gelten. Vor allem kleinere Eigentumsdelikte sind mit geringen Strafen zu bestrafen. Die Strafe des Abhackens von Gliedmaßen ist ausgeschlossen, da hierbei eine ehrliche Arbeit für die Verurteilten unmöglich gemacht wird.

§ PO.3 Mittlere Strafen sind die Prügelstrafe ab 30 Schlägen mit dem Stock oder der Geißel, Geldstrafen bis zu einem Jahreseinkommen des Täters, Einkerkerung bis zu zwei Jahren, längerer Arbeitsdienst. Die Strafe des Abhackens von Gliedmaßen ist ausgeschlossen, da hierbei eine ehrliche Arbeit für die Verurteilten unmöglich gemacht wird.

§ PO.4 Große Strafen sind vor allem das Einkerkern länger als zwei Jahre, das Abschlagen von Gliedmaßen, die Brandmarkung von Tätern, Arbeitsdienst bis an das Ende seiner Tage.

§ PO.5 Sollte ein Falschmünzer überführt werden, so sind 5 seiner Münzen einzuschmelzen und ihm den Hals hinunter zu gießen. Hiernach ist er frei seiner Wege zu gehen.

§ PO.6 Todesstrafe kann bei besonderer schwere der Tat verhängt werden. Als Schwerverbrechen gelten u.a. Mord, Selbstjustiz, schwerer Raub und Vergewaltigung. Diese können durch den im Amt befindlichen Richter mit dem Tode des Angeklagten verurteilt werden. Das Urteil ist spätestens vier Tage nach dem Schiedsspruch zu vollziehen. In dieser Zeit hat der Verurteilte Anspruch auf eine Stunde Beistand durch einen Geistlichen seiner Wahl, der in höchsten 10km Umfeld wirkt. Die direkten Angehörigen können den Verurteilten einmal zu einem gemeinsamen Essen in diesen Tagen, unter Aufsicht besuchen. Je nach Schwere des Vergehens kann der Tod durch Enthauptung oder Hängen herbeigeführt werden. Das Opfer oder Angehörige des Opfers sollen zur Hinrichtungsart gehört werden.

§ PO.7 Hochverräter sind mit dem Kopfe nach unten hängend an ein hölzernes Kreuz zu nageln und offen ersichtlich in der Gasse der Schande vor den Mauern der jeweiligen Lehensstadt aufzustellen. Der Verräter möge dort verweilen, bis dass er sich vom hölzernen Kreuz von selbst löse. Ein jeder, der ihm Hilfe zukommen lässt, ist neben ihn zu stellen und auf die gleiche Weise der Abschreckung zur Schau zu stellen. Es gelten für ihn die gleichen Rechte, wie die des Verräters. Adlige werden hierbei 5 Tage am Leben erhalten, damit sie sich der Schwere ihres Verbrechens bewusst werden.

§ PO.8 Die Folter ist zum Herausfinden der Wahrheit in Ausnahmefällen gestattet. Der Richter entscheidet über die Art und Dauer der Folter. Ausschließlich der vom Richter bestimmte Henker darf die Folter ausführen. Bei der Folter ist darauf zu achten, dass der Angeklagte nicht stirbt. Sollte der Angeklagte aufgrund der Tortur des Henkers dennoch den Tod finden, muss dieser Wiedergutmachung leisten, deren Höhe durch den Richter bestimmt wird.

§ PO.9 Für die Verpflegung und Pflege eines Angeklagten sind dessen Angehörige zuständig. Entsprechende Naturalien und die Kosten für Heilung sind dem Richter zu übergeben. Es gibt kein Recht auf persönliches Überbringen dieser Dinge. Die Familie des Angeklagten hat ein Kupfer pro Tag Unterbringungskosten an den zuständigen Richter zu entrichten. Sollte die Unschuld des Angeklagten bewiesen werden, so wird der gesamte Betrag zurückerstattet. Einen Anspruch auf Erstattung der Naturalien gibt es nicht.

§ PO.10 Wiedergutmachung in Form von Geld, Naturalien und Arbeit hat der Verurteilte dem Opfer oder dessen Familie zusätzlich zur Strafe zu leisten. Der Richter bestimmt das Maß der Wiedergutmachung.

Adelsgesetz

§ AG.1 Die Hierarchie des Adels wird vom Großherzog von Drachengard festgesetzt. Der Großherzog hat das Recht, Reichstitel und -Lehen zu vergeben und in schwerwiegenden Fällen zu widerrufen.

§ AG.2 Der Baron von Schwarzenfels ist als Reichsadliger durch den Großherzog von Drachengard eingesetzt und schwört diesem die Lehnstreue. Er legt einzig gegenüber dem Großherzog von Drachengard Rechenschaft ab. Innerhalb der Grenzen der Baronie Schwarzenfels spricht der Baron jede Ebene der Gerichtsbarkeit. Der Baronstitel und das Lehen Schwarzenfels sowie die Lehnstreue sind erblich. Das Lehen mit allen Rechten und Pflichten steht nach dem Ableben des Barons und der Baronin dem Erstgeborenen Kind zu. Im Falle des Ablebens und der Minderjährikeit der Nachkommen bestimmt sich die Übergangsregentschaft über die nächsten Familienangehörigen beginnend beim Ehepartner.

§ AG.3 Titel und Lehen innerhalb der Baronie Schwarzenfels werden einzig durch den Baron von Schwarzenfels verliehen. Der Baron entscheidet über die Erblichkeit. Der Lehnsnehmer schwört dem Baron die Lehnstreue. Hierarchie der Adeligen in Schwarzenfels: Baron von Schwarzenfels Erster Ritter von Schwarzenfels Junker/Edler/Ritter Knappe/Edelknecht

§ AG.4 Gerichtsbarkeit - Adelige/Vasallen von Schwarzenfels haben in ihrem Lehen die einfache Gerichtsbarkeit inne, sie können diese einem Richter übertragen. In Zweifelsfällen kann der Baron von Schwarzenfels getroffene Urteile aufheben. In Berufung dürfen allerdings nur Mitglieder des Schwarzenfelser Adels gehen.

§ AG.5 Die Rechte der Adeligen/Vasallen von Schwarzenfels kann nur der Baron aufheben oder verändern.

§ AG.6 Adelige/Vasallen haben in rechtlichen Angelegenheiten innerhalb Schwarzenfels Immunität und können auf Antrag ausschließlich vom Baron gerichtet werden.

§ AG.7 Kommt es zu Streitigkeiten zwischen Adeligen/Vasallen, so ist der erste Ritter von Schwarzenfels hinzuzuziehen. Scheitern dessen Vermittlungen, so ist der Baron anzurufen.

Strafgesetz

§ SG.1 Der jeweils zuständige Lehnsherr hat in seinem Gebiet absolutes Strafrecht.

§ SG.2 Schwarzenfelser Adelige besitzen innerhalb von Schwarzenfels Immunität. Sie können nur vom Baron abgeurteilt werden. Nur ein Adeliger von Schwarzenfels kann einen Angehörigen des Schwarzenfelser Adelsstands am Hofe des Barons anklagen. Hierbei kann er auch stellvertretend für einen Bürgerlichen, Bauern oder Ausländer Anklage erheben.

§ SG.3 Folgende Delikte können vor den Richter gebracht werden. Diebstahl Raub Verletzung von Eigentum Zerstörung von Eigentum Falschmünzerei Körperverletzung Üble Nachrede Entführung Totschlag Mord Hochverrat

§ SG.4 Der Kläger hat mindestens zwei Zeugen dem Gericht vorzuweisen und mitzubringen, welche seine Anklage belegen. Der Angeklagte muss seine Unschuld beweisen. Dabei wird der Missbrauch von Magie schwerer bestraft als die Straftaten, welche ohne Magie begangen wurden.

§ SG.5 Ausländische Straftäter werden nach Schwarzenfelser Recht abgestraft. Sollten beglaubigte Urkunden zu diplomatischer Immunität vorliegen, ist der Angeklagte unter Wahrung seiner Standesrechte dem Baron vorzuführen.

Magie Gesetz

§ MG.1 Magiebegabte sind verpflichtet, sobald ihre magische Begabung bekannt wird oder wenn sie aus dem Ausland kommen, sich bei Grenzübertritt bei einem Grenzbefehlshaber zu melden und sich dort registrieren zu lassen. Daraufhin begeben sie sich zur weiteren Befragung in die Stadt Schwarzenfels und sprechen beim Berater des Barons vor.

§ MG.2 Ausländischen Magiern ist das Wirken von Magie ohne entsprechende Genehmigung des Barons nicht gestattet. Einheimische Magiebegabte müssen sich bei der Gerichtsbarkeit anmelden. Eine Ausbildung bei einem Schwarzenfelser Lehrmeister/-meisterin wird angeraten.

§ MG.3 Magier Tribunal Der Baron von Schwarzenfels setzt ein Magier Tribunal ein. Hierin sollen der erste Ritter von Schwarzenfels sowie Magierinnen und Magier vertreten sein. Alle Vertreter haben je eine gleichberechtigte Stimme bei Urteilsspruch.

§ MG.4 Magische Straftaten Folgende Straftaten werden nur vor dem Magietribunal verhandelt: Magische Beeinflussung ohne Einverständnis des Opfers. Magische Veränderung der Umwelt ohne Einverständnis des Besitzers. Missbrauch von Magie, die zu Schaden im Sinne des Schwarzenfelser Strafgesetztes führt. Missbrauch von Magie zum Schaden eines Bewohners Schwarzenfels. Betrug mit Hilfe von Magie.

§ MG.5 Magieprozessordnung Bei einem nichtmagischen Prozess gegen einen Magiebegabten ist ein Vertreter der magischen Künste hinzuzuziehen, dieser muss mindestens den Rang eines Meisters innehaben. Jener hat zu prüfen, ob die Straftat mit Magie begangen wurde. Ist der Gebrauch von Magie in Zusammenhang mit der Straftat nicht eindeutig auszuschließen, so ist der Beschuldigte vom Magietribunal zu richten.

§ MG.6 Sonderparagraf KgH Die Kongregation gegen Heterodoxie (kurz KgH) hat keine Erlaubnis zur "Selbstjustiz", sondern hat die entsprechenden Fälle von Magie Missbrauch, im Sinne der Schwarzenfelser Gesetzgebung, gegenüber dem Baron oder seiner Vertretung vorzutragen.

Kleriker Gesetz

§ KG.1 In Schwarzenfels herrscht Religionsfreiheit, soweit die Orden und Kirchen Recht und Gesetz von Schwarzenfels wahren.

§ KG.2 Der Antrag auf Errichtung eines Ordens oder Niederlassung einer Religion in Schwarzenfels ist an den Baron zu richten. Wird ein Kleriker unter Anklage gestellt, soll die Hierarchie der eigenen Kirche dem nachgehen und nach ihren Regeln strafen.

§ KG.3 Der Oberste geistliche Führer der Religion hat dem ortsansässigen Richter Rechenschaft darüber abzulegen, wie das Verfahren verlaufen ist. Ist der zuständige Richter der Auffassung, dass dieses Verfahren kein gerechtes Verfahren war, ist der erste Ritter anzurufen. Dem Richtspruch des ersten Ritters oder des Barons selbst ist auch der Klerus verpflichtet und hat ihm zu Folge zu leisten.